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Das Seebeben - schon lange vorhergesagt

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Eva S.
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New PostErstellt: 10.01.05, 02:27  Betreff: Re: Das Seebeben - schon lange vorhergesagt  drucken  weiterempfehlen

Hallo Dilla, HMR, Siegmund und @ll!

@ Dilla

Ich denke auch, dass Schröder diese Katastrophe zum Teil ganz gelegen kam, auch wenn das jetzt zynisch klingt. Das lenkt wunderbar von den Problemen innerhalb Deutschlands ab. Schrieb ich weiter oben noch, ob wir angesichts der großzügigen Spende unsere Kinder und Arbeitslosen nach Südasien schicken sollen, sind Letztere schon im Gespräch. Es ist meiner Ansicht nach nichts dagegen einzuwenden, qualifizierte Arbeitslose in die Krisenregion zum Wiederaufbau zu schicken, nur, was mich daran stört, dass es 1-Euro-Jobber sein sollen. Und wieder verspricht man diesen Leuten, sie hätten dadurch Chancen, in den ersten Arbeitsmarkt zu kommen. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass von den ersten 1-Euro-Jobbern, die so einer Tätigkeit bereits nachgehen, kein einziger Aussicht auf eine Festanstellung hat. Die Verarmungspolitik ist also voll im Gange.

In Großbritannien, Norddeutschland und Skandinavien gab es ebenfalls eine Sturmflut. Hierüber wurde in verschiedenen Nachrichtensendungen nur kurz berichtet, während weiterhin mit den schrecklichen Katastrophenbildern der Asienflut zu Spenden aufgerufen wird. Ich finde, es fehlt hier an Verhältnismäßigkeit.

@ HMR

Ich meinte mit "zu viel in die Natur eingreifen" nicht, gar nichts zu tun. Aber z. B. Nahrungsbeschaffung ist etwas Natürliches, so lange man es nicht übertreibt. Tiere müssen sich auch Nahrung beschaffen. Nur betreibt der Mensch in unseren Breiten eine überproportionale Lebensmittelproduktion und diese wirkt sich schädlich auf die Natur aus, wie auch viele Technologien, die nach wie vor auf fossilen Brennstoffen beruhen, obwohl man genau weiß, dass diese zu einem nachteiligen Klimawandel, begleitet von immer mehr "hausgemachten" Naturkatastrophen führen und sogar, nach neuesten Forschungen zu einem "galoppierenden Treibhauseffekt" in den nächsten 100 Jahren führen könnten.

Ein Verschließen der Straße von Gibraltar halte ich für einen zu schweren Eingriff. Immerhin muss das Wasser ja irgendwo hin. Sollen dann halb Europa und halb Afrika anstatt Amerika überschwemmt werden?

Außerdem, wenn die Erdrotation wirklich stark abgebremst wird, dürfte das Wasser unser geringstes Problem sein. Ob und wann so etwas passiert wissen wir nicht, aber wir könnten wenigstens anfangen, unsere "hausgemachten" Naturkatastrophen einzudämmen, indem man endlich wieder achtsamer und nachhaltiger mit der Umwelt umgeht und vor allem die umweltfreundlichen Technologien einsetzt, die zwar schon längst erfunden sind, aber wegen bestimmter Konzerninteressen noch unter Verschluß gehalten werden. Uns allen würde etwas mehr "Kontakt" und Respekt mit / vor der Natur sehr gut tun. Was mich zum Beispiel sehr gefreut hat, die abgeschiedenen "Steinzeitvölker" auf einigen Inseln im Katastrophengebiet haben den Tsunami weitgehend unbeschadet überstanden - sie wußten, wie die Tiere, lang genug im voraus, was geschehen würde und das ganz ohne aufwendiges Frühwarnsystem, denn sie stehen noch im engen Kontakt mit der Natur, etwas, was wir schon lange verloren haben und schleunigst wiederfinden sollten.

@ Siegmund

Ich kann mir auch vorstellen, dass ein Tsunami im Mittelmeer Amerika nicht mehr erreichen würde. Aber wie das unter den Bedingungen, die HMR schildert, aussehen würde, kann ich nicht beurteilen.

Gefährdet wären meiner Ansicht nach, geht man jetzt von einem relativ "normalen Seebeben" (auch bei einer Stärke wie das asiatische Beben) und einem Tsunami aus, in erster Linie die Mittelmeeranrainerstaaten, da meiner Ansicht nach sowohl die Alpen als auch die Pyrenäen auch eine sehr hohe Tsunamiwelle aufhalten würden. Also könnte wohl nicht ganz Europa unter Wasser stehen oder habe ich hier etwas falsch verstanden?

Was Christi Geburt betrifft - es gibt neuere Forschungen, die tatsächlich davon ausgehen, dass Jesus im Frühjahr geboren wurde. Vielleicht wußte auch Nossi davon? :-)

Liebe Grüsse,
Eva

"Die Weisheit eines Menschen misst man nicht an seiner Erfahrung, sondern an seiner Fähigkeit, Erfahrungen zu machen" George Bernhard Shaw
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HerzMitRanken
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New PostErstellt: 10.01.05, 14:22  Betreff: Re: Das Seebeben - schon lange vorhergesagt  drucken  weiterempfehlen

Hallo Siegmund,

leider konnte man schon anhand der Formulierung deines ersten Satzes auf den Wert deines restlichen Textes schließen. Trotzdem erst einmal herzlich willkommen im Forum.

Noch niemals habe ich erwartet, dass von mir eingestellte Beiträge kritiklos hingenommen werden müssen. Im Gegenteil. Nur das Aufdecken von Irrtümern kann uns weiterhelfen. Nur sollte kritisieren erlernt worden sein, um es erfolgreich umzusetzen. Ansonsten landet der Schwarze Peter immer bei einem selber.

Komme ich doch gleich mal auf den Punkt. Du formulierst deine Kritik zum Auftreffen einer Flutwelle auf die USA mit den Worten: ....so dass an der amerikanischen Ostküste rechnerisch *so gut wie nix* mehr ankommen dürfte. ....Du bist dir also selbst nicht ganz sicher, wie viel ankommen würde. Unsichere Gegenargumente eignen sich selten für eine Kritik. Dann interessieren mich brennend deine „Berechnungen“ (dein erwähntes rein rechnerisch) Von einem Erdbeben welcher Stärke gehst du aus? Wie groß sind die Wassermassen, die sich dabei durch die Straße von Gibraltar zwängen. Hast du auch beachtet, dass die Meerenge sich im Laufe der durchzwängenden Flut verbreitert. Dann gibt es noch x andere zu berücksichtigende Rechenfaktoren. Du hast die Aufgabe ja anscheinend schon gelöst. Wahnsinn. Seit Monaten doktere ich in einem anderen Forum mit Wissenschaftlern an einer einiger Maßen genaue Berechnung für eine Computersimulation herum. Hut ab, Professor Siegmund. Einen solchen Titel hättest du glatt verdient.

Die Wahrheit ist, dass du dir wohl nie wirklich Gedanken um eine Berechnung gemacht hast.
Deine ganze Kritik zerplatzt wie ein zu stark aufgeblasener Luftballon. Denn sie beruht einzig und allein auf deiner Annahme. Das Einwerfen von Fremdwörtern macht dich noch lange nicht zum Erdbebenspezialisten. Damit versuchst du lediglich dein Unwissen zu retuschieren und glaubwürdig zu klingen.

Alles in Allem hast du mich enttäuscht. In Rays Forum hattest du bessere Beiträge eingestellt. Deinen Einstieg hier hast du etwas vermasselt. Wie wäre es, sich erst einmal selbst vorzustellen? Eigene Beiträge und Ideen veröffentlichen. Kritik kann man schnell üben, wenn man selbst nichts über sich preisgibt und somit angebliche Kompetenz nur vorheucheln kann.

Wenn es deine Absicht war, dich mit diesem Erstbeitrag interessant zu machen, wirst du hoffentlich einsehen, dass du daneben lagst. Nun hoffe ich auf zukünftige vernünftige Diskussionen, oder lass es lieber, falls du dazu nicht fähig bist. Zumindest bei meinen Beiträgen. Auf deine anderen Kritikpunkte gehe ich auch noch ein.
Gruß HerzMitRanken

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Eva S.
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Beiträge: 6549
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New PostErstellt: 10.01.05, 15:29  Betreff: Re: Das Seebeben - schon lange vorhergesagt  drucken  weiterempfehlen

Hallo HMR,

oh, oh - hast Du heute einen schlechten Tag oder warum gehst Du so auf Siegmund los?

Übrigens, Siegmund hat hier im Forum schon geschrieben und zwar unter dem Thema "Macht der Gedanken" - damals war noch keine Registrierungspflicht, darum musste er sich jetzt neu anmelden. Ich schätze Siegmund sehr (wie Dich übrigens auch) und freue mich, dass auch er wieder einmal einen Beitrag geschrieben hat.

Er hat sich bei seiner Kritik vielleicht etwas flapsig ausgedrückt, aber seine Ansicht teilen auch die meisten (konventionellen) Wissenschaftler. Ich persönlich gehe ebenfalls eher davon aus (darüber hatten wir ja schon einmal diskutiert, wenn ich mich richtig erinnere), dass selbst ein Riesentsunami, wenn er durch die Straße von Gibraltar bricht im Atlantik "versickern" wird.

Ein Beispiel - bei der Südasienkatastrophe haben Fischer überlebt, die sehr weit von der Küste entfernt waren. Sie haben von der Tsunami gar nichts mitbekommen. Würde der Tsunami durch die Straße von Gibraltar brechen, dürften auch hier erst einmal die Anrainer betroffen sein. Im Atlantik, wenn die Welle auf keinen nennenswerten Widerstand trifft, dürfte sie "verlaufen" sein, bevor sie an der Ostküste der USA ankommt und es kommt meiner Ansicht nach auch darauf an, wo genau im Mittelmeer das Seebeben stattfindet.

Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn Du auf Kritik nicht so heftig reagieren würdest. Und wer hier im Forum besser nicht mehr schreiben sollte - nichts für ungut - diese Entscheidung liegt nach wie vor (nur) bei Dilla und mir. (Du hast zwar noch hinzugefügt - "auf meine Beiträge...", aber trotzdem.) Ich würde mich sehr freuen, wenn wir sowohl von Dir als auch von Siegmund weitere Beiträge zu lesen bekommen.

Noch eine schöne Woche,
liebe Grüsse,
Eva

"Die Weisheit eines Menschen misst man nicht an seiner Erfahrung, sondern an seiner Fähigkeit, Erfahrungen zu machen" George Bernhard Shaw
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HerzMitRanken
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New PostErstellt: 10.01.05, 15:32  Betreff: Re: Das Seebeben - schon lange vorhergesagt  drucken  weiterempfehlen

Liebe Eva,

in einem anderen Forum sind wir dabei den Versuch einer Computersimulation aufzubauen. Erst mal müssen alle Höhenwerte der ans Mittelmeer grenzenden Länder eingegeben werden.
Nur so kann man erst berechnen, wie sich eine Flut verhält. Dann ist natürlich die angenommene Erdbebenstärke sehr entscheidend und natürlich ein angenommenes Epizentrum und die Richtung, in welche sich die Flutwelle hauptsächlich ausbreitet.

Unterschiedliche Epizentren haben unterschiedliche Auswirkungen. Liegt es im türkeinahen Raum, wird die Wirkung an der Straße von Gibraltar geringer sein, als wenn es in ziemlicher Nähe zu Gibraltar stattfinden würde. Sollte man eigentlich annehmen. Aber wir sollten beachten, dass die verzahnten Platten wahrscheinlich nach oben schnellen. Wo der Verlauf der Platten in Ost-Westrichtung ist, da wird sich die Flutwelle in Nord-Südrichtung ausbreiten. Also geringe Gefahr für die Straße von Gibraltar. Schlimmer sieht es da im östlichen Mittelmeer aus. Hier würde sich eine Flutwelle vornehmlich in westliche Richtung, also nach Gibraltar bewegen. Die Bebenwelle breitet sich ja am Meeresboden aus. Egal wie hoch die angrenzenden Länder auch liegen, fast ungehindert kann die Welle durch die Straße von Gibraltar gelangen.

Deine Frage und Befürchtung, was retten wir, den Mittelmeerraum oder den Rest der Welt ist verständlich. (Für den Fall wenn man den Ausfluss an der Straße von Gibraltar verändert).
Aber leider wohl auch irrelevant. Fast der gesamte Mittelmeerraum würde eh wahrscheinlich überflutet werden. Die erste Welle hätte die höchste Kraft. Egal was an der Straße von Gibraltar gemacht oder nicht gemacht wurde. Dann siehst du die eventuelle Auswirkung einer Veränderung der Straße von Gibraltar noch zu negativ. Natürlich sollte alles berechnet werden. Das ist schon mal wichtig. Nun könnte man Veränderungen so bauen, dass eine Ablenkung der Wassermassen so erfolgt, dass sie niemandem schadet. Also auch keine weiteren schlechten Einwirkungen auf den Mittelmeerraum hat.

Nun ganz egal, was da an der Ostküste der USA gelangt. (Die Entfernung spielt mit dem was ankommt nur eine sehr untergeordnete Rolle, wie das letzte Seebeben es gezeigt hat) Die kalte Kontinentalströmung leidet zumindest an der Straße von Gibraltar. Sie wird für eine gewisse Zeit unterbrochen. Wer sich mit dem Thema Klima etwas näher beschäftigt hat der weiß, dass eine Unterbrechung der Kontinentalströmung nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu einer Eiszeit in Nordeuropa führen könnte. Der bisher angenommene Auslöser einer solchen Katastrophe wäre aber das weitere Abschmelzen der Arktis. Wie dem auch sei, eine Unterbrechung der kalkten Kontinentalströmung, egal an welcher Stelle würde zu einer rasanten Klimaveränderung in unseren Breiten führen.

Die einzig wahre Frage die sich uns stellt ist: Lassen wir alles so wie es ist und ziehen schon vorsorglich in die warmen Gegenden? Oder überlegen wir nicht wenigstens einmal, was man denn machen könnte? Wer nun glaubt: Na ja im kalten Sommer an einem warmen Ofen sitzen ist doch auch nicht schlimm, der irrt. Nordeuropa wird wahrscheinlich nach einer kurzen Zeit unter einer meterhohen Eisdecke liegen.

Nun eine Frage, die vielleicht nicht gerade hierher gehört. Ist es richtig, dass Nostradamus kein W kannte? Bzw. es in Schriften nicht benutzt wurde. Ist es dann möglich, dass unser www (Internet) von Nostradamus fantasievoll als „sechs offene Scheren und 6 Halbhörner“ bezeichnet werden konnte? Irgendwie brächte mich das dann ein großes Stück weiter.

Gruß HerzMitRanken



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Eva S.
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New PostErstellt: 10.01.05, 16:01  Betreff: Re: Das Seebeben - schon lange vorhergesagt  drucken  weiterempfehlen

Hallo HMR,

danke für Deine interessanten Erklärungen. :-)

Wenn ich mir die Karte so ansehe, würde ich sagen, die Lage der Anrainerstaaten des Mittelmeeres würden große "Teile" der Flut aufhalten, so dass sie meiner Ansicht nach eher nicht die USA erreichen. Allerdings würde im Mittelmeerraum fast alles zerstört werden.

Ich denke, dass nicht alle drei Kontinentalplatten aufsteigen würden. Im Pazifik war es so, dass die "Indische Platte" gesunken ist und 15 m nach Westen gedriftet ist - die Mikroplatte fungierte hier fast wie eine Sprungschanze für die dritte Platte (der Name fällt mir gerade nicht ein), die sich angehoben hat. Einige Orte sind um ca. 900 m gesunken, andere aufgestiegen. Ob das im Mittelmeer auch so sein wird, kann ich nicht beurteilen.

Es ist schon richtig, dass, wenn die Meeresströmungen unterbrochen oder gar umgeleitet werden bzw. sich einen neuen Lauf suchen, Europa eine neue Eiszeit bekommen könnte. Trotzdem halte ich ein Verschließen der Straße von Gibraltar nach wie vor für riskant. Es ist aber auch meiner Ansicht nach sinnvoll, sich über Auswirkungen einer solchen Katastrophe Gedanken zu machen und auch darüber, wie man das Schlimmste verhüten könnte.

Liebe Grüsse,
Eva

"Die Weisheit eines Menschen misst man nicht an seiner Erfahrung, sondern an seiner Fähigkeit, Erfahrungen zu machen" George Bernhard Shaw


[editiert: 10.01.05, 18:36 von Eva S.]
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HerzMitRanken
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New PostErstellt: 10.01.05, 18:28  Betreff: Re: Das Seebeben - schon lange vorhergesagt  drucken  weiterempfehlen

Liebe Eva,
vielen Dank für deine Antwort. Einige Zeit habe ich überlegt, warum meine Theorie noch immer nicht so gut bei dir angekommen ist. Versuche einmal den Begriff „Flut“ aus deinem Kopf zu bekommen. Sehe das Seebeben erst mal als eine sich auf dem Meeresboden ausbreitende Schwingung an. Dabei wird der Weg des geringsten Widerstandes bevorzugt, wie wir es auch aus der Physik her kennen. Wir bleiben immer noch unter Wasser also am Meeresgrund. Der geringste Widerstand wäre im Mittelmeer der schmale Ausgang an der Straße von Gibraltar. Diesen Weg nimmt eine Bebenwelle. Ob wir es wollen oder nicht. Die Geschwindigkeit der Bebenwelle kann dabei enorm sein, (mehrere Hundert Kilometer pro Stunde) wie das letzte Beben es gezeigt hat. Viele haben jedoch eine falsche Vorstellung. Sie glauben, das Wasser bewege sich mit dieser enormen Geschwindigkeit von A nach B. So ist es ja nicht. Es sind die Schwingungen innerhalb des Wassers, die sich so schnell fortpflanzen. Erst wenn diese Schwingungen auf Widerstand stoßen, dann werden die enormen Kräfte freigesetzt. Sprich wenn die Schwingung an die Ufer des Festlandes trifft. Deshalb merkt man draußen auf dem Meer von der drohenden Flutwelle auch fast gar nichts. Wie kann man sich das noch vorstellen? Die Schwingungen verdichten das Wasser. Der Effekt der Ebbe kurz vor der Flutwelle ist der optische Eindruck. Lässt die Schwingung dann im Uferbereich nach, entlädt sich die gesamte Kraft, was wir dann erst als Flutwelle wahrnehmen. Ganz korrekt ist dies physikalisch noch nicht erklärt, aber ich hoffe doch, nun auch für einen Laien verständlich.

Deine Vorstellung von meinem Bericht bestand wahrscheinlich darin dass du annahmst, Wassermassen treten aus dem Mittelmeer aus, überqueren den Atlantik und treffen dann auf die USA. So etwas wäre natürlich unrealistisch. Nein, es sind die Schwingungen die sich fortpflanzen und dann für Zerstörung sorgen. Die Wassermassen in ihrem Gro an sich bleiben relativ an ihrem Ursprungsplatz. Nur am Ufer findet die zerstörerische Wirkung statt.

Ein Verschließen der Straße von Gibraltar wäre aus heutiger Sicht gar nicht machbar. Käme also eh nicht in Frage, weshalb wir uns darüber keine Sorgen machen brauchen.
Gruß HerzMitRanken

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siegmund
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Beiträge: 46

New PostErstellt: 10.01.05, 18:43  Betreff: Re: Das Seebeben - schon lange vorhergesagt  drucken  weiterempfehlen

Hallo HMR,

Tut mir leid, wenn ich Dir auf die Zehen getreten bin.
Nehm's Dir auch nicht übel, daß Du so reagiert hast (ist menschlich).

Um es nochmal auf den Punkt zu bringen:
Die Straße von Gibraltar ist ca. 200m tief. (Der Meeresboden dort ist gewachsener Fels).
Mittelmeer und Meeresenge sind also vergleichbar mit einer
voll gefüllten Badewanne und dem dazugehörigen Überlauf(stutzen).
Setze die Badewanne in die Mitte eines Swimmingpools (Atlantischer Ozean).
Nun lass ein Kleinkind in der Badewanne wild um sich schlagen (plantschen).
Nach Deiner Theorie müßte nun das Wasser des Swimmigpools am Beckenrand herausschwappen.

Übrigens: Soll Dein Bild vom Mittelmeer eine Anspielung auf die größte Vulkan/Seebeben-Katastrope der Antike sein (Minoische Eruption = Ausbruch des Santorin ca. 1645 BC)? Wurde denn damals die Ostküste (Amerikas) ausradiert?


Hallo Eva,

Danke für Deine Erklärungen und Schlichtungsversuche.
Frauen sind nun mal die besten Diplomaten.


Viele Grüße
siegmund

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Eva S.
Administrator

Beiträge: 6549
Ort: bei München


New PostErstellt: 10.01.05, 18:49  Betreff: Re: Das Seebeben - schon lange vorhergesagt  drucken  weiterempfehlen

Hallo HMR,

danke für Deine interessanten, ergänzenden Erklärungen.

Sicher, wenn man jetzt rein von den unterseeischen Schwingungen ausgeht, wäre es möglich, dass das Beben auch die USA erreicht.

Ich denke, andererseits müssen die verschiedenen Kontinentalplatten berücksichtigt werden. Ich weiß jetzt nicht genau, welche Länder noch zur amerikanischen Platte gehören und auch nicht genau, welche drei Kontinentalplatten im Mittelmeer aufeinander treffen - die Eurasische, die Afrikanische und ? Vielleicht kannst Du mir hier noch ergänzende Infos geben.

Selbst wenn ein Verschließen der Straße von Gibraltar möglich wäre, würde das nicht nur dann etwas nützen, wenn die Straße von Gibraltar auch der "Abschluss" einer Kontinentalplatte wäre?

Liebe Grüsse,
Eva

"Die Weisheit eines Menschen misst man nicht an seiner Erfahrung, sondern an seiner Fähigkeit, Erfahrungen zu machen" George Bernhard Shaw
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HerzMitRanken
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New PostErstellt: 10.01.05, 20:44  Betreff: Re: Das Seebeben - schon lange vorhergesagt  drucken  weiterempfehlen

Hallo Siegmund,
deine Entschuldigung findet bei mir große Achtung. Ahnte ich doch, dass man auch vernünftig miteinander reden kann.

Dein besagtes Unglück in der Antike ist mir auch schon mal über den Weg gelaufen. Leider hatte ich entsprechende Links dazu verloren. Die Idee kam mir damals schon, dass sich so etwas schon einmal ereignet haben könnte. Hast du noch Links, die etwas über den Ausbruch von Santorin erzählen?.

Dein Vergleich hinkt etwas. Die Badewanne schwimmt ja im Swimmingpool. Das Mittelmeer aber nicht im Atlantischen Ozean. Badewanne = Mittelmeer und Straße von Gibraltar = Überlaufstutzen kann man schon gelten lassen. Nur das planschende Baby kann man nicht mit einem Seebeben und den dadurch entstehenden Schwingungen vergleichen. Planschen bedeutet das Bewegen von Wasser. Seebeben bedeutet, dass die Wassermoleküle fast ausschließlich die Schwingungen weiterleiten, sich also unerheblich selbst fortbewegen. Der gewisse Unterschied, auf den man achten sollte. Also noch mal: Nicht die Wassermassen bewegen sich mit fast Tausend Kilometern in der Stunde, sondern die Schwingungen des Bebens. So oft wie man im Fernsehen über das Beben berichtet hat, nur 2 – 3 mal hat man dies richtig erklärt.

Der „gewachsene Fels“ in der Straße von Gibraltar ist optimal, um dort etwas zu verankern, das auch großem Druck und Schwingungen stand hält. Sandiger Meeresboden wäre äußerst unpraktisch. So gesehen ist es also ein Glücksfall, sollte man dort aus wissenschaftlicher Sicht etwas installieren. Schwingungen von Seebeben breiten sich hauptsächlich direkt am Meeresboden fort. Folglich genügte für eine Ablenkung ein „Hindernis“ direkt auf dem Meeresgrund. Vielleicht reichte schon eine Hindernishöhe von wenigen Metern, um den gewünschten Erfolg zu erreichen. Technisch machbar ist dies heute schon. 200 Meter Meerestiefe sind keine allzu große Hürde. Dabei kann ich nur immer wieder betonen, dass es bisher nur eine Idee von mir ist, was man als Schutz vor den Folgen eines solchen Seebebens machen könnte. Ob ein solcher Schutz überhaupt erforderlich sein wird, das werden Computersimulationen ergeben, wenn wir alle erforderlichen Daten zusammengetragen haben, und solche Simulationen mein beschriebenes Szenario für denkbar halten. Das Einzige das wir mit Gewissheit sagen können ist, dass es Seebeben im Mittelmeer schon immer gegeben hat, und dass sie immer wieder sein werden.

Hallo Eva,

vor 2, 3 Tagen lief ein sehr interessanter Beitrag über die Kontinentalplatten im Fernsehen. Es war eine Sendung der BBC. Schade, sie hätte dir einige Fragen beantwortet. Im Netz werde ich versuchen etwas darüber zu finden. Speziell auch den Hinweis, dass die Platten im Mittelmeer verzahnt sind und es deshalb zu sehr starken Erschütterungen kommen wird. Ein wissenschaftlich fundierter Beitrag wird dich dann wahrscheinlich eher überzeugen. Da du es am Schluss deines Beitrags wieder erwähnst, hier noch mal: Ein Verschließen der Straße von Gibraltar ist derzeit unmöglich und ist bei meiner Theorie auch gar nicht nötig. Also sollten wir uns von diesem Gedanken vollständig verabschieden.

Hat jemand schon eine Antwort auf meine Frage zum www? (Halbhörner Scheren?)
Allen einen schönen Abend. Gruß HerzMitRanken

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ACASHA
Mitglied

Beiträge: 382


New PostErstellt: 11.01.05, 15:21  Betreff: Re: Das Seebeben - schon lange vorhergesagt  drucken  weiterempfehlen

Hallo HMR,

ich weiss ja nicht, was das mit den "offenen Scheren" auf sich haben soll.
Aber ich persönlich würde in der Abbildung " w w w" nur 3 geöffnete Scherenpaare erkennen und jeweils drei Hörnerpaare (also sechs einzelne Hörner + 3 geöffnete Scheren, somit 6 einzelne Scherenseiten).

LG
Arka



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