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Arbeitsrecht - Forum zum Thema Arbeitsrecht

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Videoüberwachung im Betrieb

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Admin
Administrator

Beiträge: 835
Ort: Kiel


New PostErstellt: 18.05.11, 17:41  Betreff: Videoüberwachung im Betrieb  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  




Verfahren um die Kündigung zweier Ausschankmitarbeiter eines Düsseldorfer Brauhauses
 
Vor dem Arbeitsgericht Düsseldorf wurden zwei Verfahren um die Kündigung von 
Mitarbeitern im Ausschank eines Düsseldorfer Brauhauses geführt. In dem Verfahren 11 Ca 7326/10 ging es um die Wirksamkeit  der bereits seitens des Arbeitgebers ausgesprochenen Kündigung. 

In dem Verfahren 9 BV 183/10 begehrte der Arbeitgeber die Ersetzung der Zustimmung des Betriebsrates zur Kündigung eines seiner Mitglieder. In beiden Verfahren warf der Arbeitgeber den Arbeitnehmern vor, die ausgeschenkten Biere nicht korrekt abgerechnet zu haben. 

Zum Beweis seiner Behauptung berief er sich auf Videoaufzeichnungen, die er heimlich in dem Ausschankraum gemacht hatte. 

In beiden Fällen hat das Gericht den angebotenen Videobeweis  nicht verwertet und der Kündigungsschutzklage stattgegeben bzw. den Antrag des Arbeitgebers auf Zustimmungsersetzung zurückgewiesen. 

Nicht jeder pauschale Verdacht auf Unterschlagung von Getränken durch in einem Brauhaus beschäftigte Arbeitnehmer rechtfertigt eine heimliche Videoüberwachung durch den Arbeitgeber, entschieden die befassten Kammern des Arbeitsgerichts. 

Erst dann, wenn der Arbeitgeber aufgrund tatsächlicher, nachprüfbarer Anhaltspunkte seinen Verdacht auf bestimmte Personen sowie eine bestimmte Tat konkretisieren kann, kommt nach umfassender Interessenabwägung eine heimliche Überwachung des Arbeitsplatzes in Betracht. 

Diese Voraussetzungen haben die Kammern des Arbeitsgerichts in beiden Fällen 
nicht festgestellt. Die gewonnenen Daten unterlagen damit einem Beweisverwertungsverbot und konnten als Beweismittel nicht herangezogen werden.

Quelle: PM Nr. 33 vom 09.05.2011 Arbeitsgericht Düsseldorf




[editiert: 18.05.11, 17:43 von Admin]
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